Bei etwa 55 000 Hausarztpraxen in Deutschland bedeutet nur ein Irrtum pro Praxis, dass 55 000 Patienten davon betroffen sind. Devise muss also sein: Aus Fehlern lernen, eigenen wie fremden. Das lässt sich kultivieren.

Wenn von ärztlichen Fehlern die Rede ist, denken viele primär an vergessene OP-Utensilien oder Unachtsamkeiten bei der Medikamentenverordnung. Weit weniger bekannt ist, dass viele Streitfälle auf einer kognitiven Verzerrung basieren.

Depressionen sind in der Medizin ein gängiges Problem – das gilt leider auch für die, die sie ausüben. Doch depressive Mediziner suchen sich nur selten Hilfe und das obwohl sie sich damit in einer Teufelsspirale begeben.

Am Wochenende aufgenommene Klinikpatienten haben ein höheres Risiko zu sterben. Das haben zahlreiche Studien in den vergangenen Jahren für verschiedene Länder gezeigt. Dieser Wochenendeffekt wird vor allem auf eine schlechtere Versorgung in Kliniken an Samstagen und Sonntagen zurückgeführt – Experten zweifeln das nun in einer neuen Analyse an.1

Bis zu 75% der Fehler in der Inneren Medizin lassen sich auf kognitive Ursachen zurückführen. Falsche Annahmen und Denkfehler können schwerwiegende Folgen haben. Welche Arten von Bias gibt es und wie können sie vermieden werden?

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